Flyer-Download:

Schirmherren:

Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier

Botschafter der Volksrepublik China in Berlin Shi Mingde

Internationaler

Kompositionswettbewerb

 

zu Gottfried Wilhelm Leibniz

1646–1716

Leibniz über Musik:

Die Musik ist der Arithmetik untergeordnet, und wenn man einige grundlegende Versuche mit Harmonien und Dissonanzen kennt, weiß man, daß alle übrigen Prinzipien von Zahlen abhängen.

 

Leibniz: Regeln zur Förderung der Wissenschaften, 1680 zitiert nach Leibniz. Diederichs Philosophie jetzt, Hrsg. Peter Sloterdijk, Thomas Leinkauf,

München 1996 III.

 

Es ist durchaus möglich, daß es irgendwo Lebewesen gibt, die mehr musikalische Sensibilität haben als wir und die sich an musikalischen Proportionen erfreuen, von denen wir weniger berührt werden. ...

 

Wir zählen in der Musik nur bis fünf – jenen Völkern gleich, die in der Zahlenlehre nicht über drei hinauskommen und für die die deutsche Redewendung über einen einfältigen Menschen gilt: „er kan nicht über drey zehlen.“ Denn die von uns benutzten Intervalle sind alle aus Verhältnissen zwischen den Primzahlen 1, 2, 3 und 5 zusammengesetzt. Wenn uns etwas mehr Feinheit gegeben wäre, könnten wir auch die mit der Primzahl 7 einbeziehen. Und ich glaube, daß es das in der Tat gibt. Deshalb hat die Antike die Zahl sieben nicht völlig gescheut. Aber es wird kaum Menschen geben, die auch die Intervalle aus den nächsten Primzahlen 11 und 13 verwenden.

 

Den Grund aber für die Konsonanz muß man meiner Meinung nach in der Übereinstimmung der Schläge suchen. Die Musik ist eine verborgene arithmetische Übung des Geistes, der nicht weiß, daß er zählt. ...

 

Wenngleich also die Seele nicht merkt, daß sie zählt, so spürt sie doch die Wirkung dieses unmerklichen Zählens, das heißt das sich ergebende Vergnügen bei der Konsonanz und das sich aus der Dissonanz ergebende Beschwerliche. Aus der Übereinstimmung von vielem Unmerklichem entsteht das Vergnügen. ...

 

Bei der Oktave stimmt jeder zweite Stoß der einen Reihe mit einem Stoß der anderen überein. Bei der Quinte stimmt jeder dritte der einen mit jedem zweiten der anderen Reihe überein. ...

 

Ich glaube nicht, daß irrationale Verhältnisse als solche der Seele gefallen, außer wenn sie nur wenig von rationalen Verhältnissen, die gefallen, verschieden sind: zufällig gefallen Dissonanzen bisweilen dennoch, und sie werden mit Erfolg angewendet, und sie werden dem Angenehmen wie Schatten der Ordnung und dem Licht dazwischengesetzt, damit man sich schließlich umso mehr der Ordnung erfreut. ...

Hannover, 17. April 1712

 

Übersetzung aus dem Lateinischen von Teilen des Briefes von Leibniz an Christian Goldbach, Leibniz: Opera omnia, Dutens, Bd. III, S. 437-438: Herbert Breger; Auswahl und Zusammenstellung: SM

 

Wenn Gott rechnet, und seinen Gedanken ausführt, entsteht die Welt.

 

Die philosophischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz, Hrsg. Carl Immanuel Gerhardt, Berlin 1875-90

 

Ausschreibung
Preisgelder
Jury

Kompositionswettbewerb für Komponisten

ohne Altersbeschränkung in den Kategorien:

 

 

1. Orchester

(2222 – 2221 – pk, 2perc, Hrf, Streicher),

Dauer 10-15 Minuten.

Einreichungsfrist: 21.06.2016

 

2. Ensemble aus traditionellen chinesischen

und westlichen Instrumenten

(Pipa (PDF), Zheng (PDF), Sheng (PDF), Erhu (PDF), fl, kl, pi, perc (Liste), akk, vl, vcl, kb): Trio bis tutti, mindestens ein chinesisches Instrument,

Dauer maximal 12 Minuten.

Einreichungsfrist: 01.03.2016

 

3. Solo-Instrument

Zheng, Pipa, Klarinette, Violoncello oder Akkordeon,

Dauer maximal 12 Minuten.

Einreichungsfrist: 01.03.2016

 

4. Radiophone Komposition/ Klangkunst

stereophon und ggfs. 5.1, zur Sendung im Programm von hr2-kultur (Hessischer Rundfunk) und bei öffentlichen Veranstaltungen,

Dauer 20–40 Minuten.

Einreichungsfrist: 01.03.2016

 

 

Allen einzureichenden Werken liegen Leibniz’ Texte zum Verhältnis von Harmonie und Dissonanz sowie von Arithmetik und Musik zugrunde.

 

Die Werke müssen anonymisiert (nur mit einer numerischen Kennzeichnung versehen, die mit derselben auf einem Briefumschlag korrespondiert, der die Identität des Komponisten in Name, Anschrift, Telefon und mail-Adresse sowie Biografie und Foto enthält) in achtfacher Ausfertigung eingereicht werden.

 

 

Einsendeadresse China:

Prof. Guoping JIA, Central Conservatory of Music,

43, Baojia Street, Xicheng District, 100031 Beijing, P. R. C.

 

Veranstalter und Einsendeadresse für alle übrigen:

Musik für heute e. V. · Alte Grammophonfabrik

Edwin-Oppler-Weg 5 · 30167 Hannover · Deutschland

Telefon: +49 (0)511 161 1983 · Telefax: +49 (0)511 161 4250

info@dasneueensemble.de

 

 

 

Die Jury kann die zur Verfügung stehenden Preisgelder nach Lage der Einsendungen anders aufteilen; ihre Entscheidung ist bindend, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Anwesenheit der Preisträger bei den Uraufführungen ist verpflichtend, ebenso die rechtzeitige Bereitstellung der Aufführungsmaterialien im Falle der Auswahl (10 Tage nach Mitteilung der Auswahl). Mit der Annahme des Preisgeldes erklärt sich der/die KünstlerIn einverstanden, dass sein/ihr radiophones Klangkunstwerk in hr2-kultur (Hessischer Rundfunk) räumlich wie zeitlich uneingeschränkt gesendet werden kann; der Verein erhält das ebensolche Recht der Wiedergabe im Rahmen seiner öffentlichen Veranstaltungen (ohne weitere Honoraransprüche, GEMA-Meldung selbstverständlich).

1. Preis Orchester 5.000 Euro

2. Preis Orchester 4.000 Euro

3. Preis Orchester 3.000 Euro

 

1. Preis Ensemble 5.000 Euro

2. Preis Ensemble 3.000 Euro

3. Preis Ensemble 1.500 Euro

 

1. Preis Solo 3.000 Euro

2. Preis Solo 2.000 Euro

3. Preis Solo 1.000 Euro

 

1. Preis Klangkunst 1.500 Euro

2. Preis Klangkunst 1.000 Euro

3. Preis Klangkunst    500 Euro

Künstlerischer Beirat /Mitglieder der Jury:

 

Prof. Johannes Schöllhorn

Hochschule für Musik und Tanz Köln

Prof. Dr. Oliver Schneller

Eastman School of Music, Rochester

Prof. Jia Guoping

Zentrales Konservatorium Beijing

Prof. Guo Wenjing

Zentrales Konservatorium Beijing

Prof. Dr. Martin Kaltenecker

Université Paris Diderot

Prof. José M. Sánchez-Verdú

Conservatorio Superior de Música de Aragón (Saragossa)

Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf

Stefan Fricke

Redaktion Neue Musik/Klangkunst (hr2-kultur)

Matthias Ilkenhans

NDR Radiophilharmonie Hannover

 

Künstlerische Leitung:

Stephan Meier

Beiträge
Auftragswerke
Webtool

Auf den Internationalen Kompositionswettbewerb Leibniz’ Harmonien sind bis zum 1. 3. 2016 aus der ganzen Welt 111 Reaktionen eingegangen.

Die Einsendungen in den ersten drei Kategorien erreichten die Jury aus Armenien, Australien, Belgien, China, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, dem Iran, Japan, Kanada, Korea, Litauen, Niederlande, Österreich, Polen, Rußland, sowie aus der Schweiz, der Türkei und den USA und Usbekistan.

 

In Leibniz’ Wirkungsort Hannover, den Herrenhäuser Gärten, der Neustädter Hof- und Stadtkirche, seiner Grabstätte, sowie dem Landesfunkhaus Niedersachsen des NDR finden die ersten Preisträgerkonzerte weltweit statt, Aufführungen in Peking und in seiner Geburtsstadt Leipzig schließen sich an. Preisträger und Jury werden dabei anwesend sein.

 

 

Preisträger

 

 

Werke für Ensemble aus traditionellen chinesischen

und westlichen Instrumenten:

 

1. Preis gestiftet von Bahlsen GmbH & Co. KG

HUI Tak-Cheung (*1983): The Mist not Mist

 

2. Preis

FUNG Dic-lun (*1988): Rivière sans Retour (Januar 2016)

 

3. Preis gestiftet von Mitgliedern des Musik für heute e. V.

WANG Ruiqi (*1987): A House without Windows (2016)

 

Sonderpreis des Auswärtigen Amts für junge chinesische Komponisten:

ZHANG Qi (*1988): Lead to Somewhere Far Away

 

Aufführungsempfehlung:

Jung-Eun Park (*1986): Clash of Time

 

 

 

Werke für Solo-Instrument:

 

1. Preis gestiftet von der Annette und Gerd Schwandner – Stiftung

XIE Xin (*1982): Unnatural Nature (Februar 2016) für Klarinette solo

 

2. Preis

XU Zhengtong (*1993): Written in water für Pipa solo

 

3. Preis

Franco Venturini (*1977): Kìnesis für Violoncello solo

 

Sonderpreis des Auswärtigen Amts für junge

chinesische Komponisten:

WEI Cong (*1988): Die Reise – von 0 bis 1 (Feb. 2016) für Violoncello solo

 

Aufführungsempfehlung:

Christoph Theiler (*1959): The Bridge für Violoncello solo (2015)

 

 

 

Radiophone Kompositionen/Klangkunst:

 

1. Preis ex aequo

Johannes S. Sistermanns (*1955): 887

 

1. Preis ex aequo

Silvia Simons: Poème d'espace

 

1. Preis ex aequo

WEN Bihe (*1991): Ancient Reunion

 

Aufführungsempfehlung:

Nathalia Grotenhuis (*1984): FLOW

 

 

 

Termine und Orte der Preisträgerkonzerte

 

Die Preisverleihung der Kategorien II-IV fand statt am 30.06.2016 in der Orangerie Herrenhausen, Hannover.

 

Freitag · 09.12.2016

19.00 Uhr · Großer Sendesaal des NDR Landesfunkhaus

Preisträgerkonzert Orchester,

NDR Radiophilharmonie, Leitung Jonathan Stockhammer

 

Termine und Orte der weiteren Preisträgerkonzerte: »das neueensemble

 

 

Die Ausführenden sind:

NDR Radiophilharmonie, Hannover »Webseite

Ensemble Con Tempo Beijing

Das Neue Ensemble, Hannover »Webseite

Montag · 14.11.2016

17.00 Uhr · Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover

Festakt des Landes Niedersachsen, der Stadt Hannover und der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft zum 300. Todestag von Gottfried-Wilhelm Leibniz

Uraufführung des Auftragswerks von Frédéric Durieux, Paris, für Erhu und Klarinette.

Coming soon!

 

Kontakt

Musik für heute e. V.

Alte Grammophonfabrik

Edwin-Oppler-Weg 5

30167 Hannover · Deutschland

 

Telefon: +49 (0)511 161 1983

Telefax: +49 (0)511 161 4250

 

info [@] dasneueensemble.de

Partner

Förderer

Im Rahmen von Musik 21 Niedersachsen gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur; das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover fördert Musik 21 - NGNM e.V. sowie Das Neue Ensemble institutionell.

Stifter 1. Preis Ensemble:

Bahlsen GmbH & Co. KG

Stifter 1. Preis Solo: